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Mittwoch, der 30. Juni 2010:
08:00 h – Erste Stunde (Darstellendes Spiel): Eisessen
08:45 h – Zweite Stunde (Französisch): Film schauen
09:30 h – Pause
09:45 h – Dritte Stunde (Französisch): Weiter geht’s mit dem Film
10:30 h – Vierte Stunde (Englisch): Eis essen (Alternative: Kreuzworträtsel)
11:15 h – Pause
11:30 h – Fünfte Stunde (Biologie): Film schauen
11:39 h – Durchsage: Hitzefrei ab 12:15 h
11:43 h – Enttäuschung im Biologiesaal, Hitzefrei gilt nicht für die Oberstufe
11:54 h – Beschließen nicht in den Nachmittagsunterricht zu gehen
12:15 h – Sechste Stunde (Biologie): Eisessen
12:50 h – Inoffizielles Stundenende
An diesem Beispiel eines Schultages in der letzten Schulwoche zeigt sich deutlich, dass es gar keinen Sinn mehr macht nach Notenschluss noch in die Schule zu gehen…
Übrigens: Eigentlich wollte ich hier den Ablauf des ganzen Tages veröffentlichen, aber das hätte sämtliche Rahmen gesprengt, denn an dem Tag fand auch noch die lustige Sara-Suche am Rathaus statt, außerdem war ich beim Friseur und wir hatten den Materialrichtetermin für das Landeswölflingslager. Außerdem war abends noch die “Spielzeit”-Aufführung von “Zusammen ist es eins – die Legende von Cosmo und Chaos”, bei der ich im Getränkeausschank half.
Westafrika, in den Hochzeiten des Kolonialismus. Das Geschwisterpaar Kodjo und Aba wird vom Vater an Sklavenhändler der Westindischen Handelscompanie WIC verkauft und anschließend per Schiff ins südamerikanische Surinam verschleppt: Kodjo gerät in die Hände des brutalen Plantagenbesitzers Soesman, Aba zunächst in den Haushalt des liberal gesinnten WIC-Angestellten Huydecooper und seiner Frau, später unter die Fuchtel der ebenso biestigen wie abergläubischen Missi Papot. Zunächst gilt es für beide vorrangig, in dem System der Unterdrückung zu überleben, doch im Laufe der Zeit keimt in ihnen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. [...] Doch ein Happy End wird es nicht geben, zu sehr sind alle Beteiligten in das menschenverschlingende System der Sklaverei verstrickt.
Ad de Bont gelingt es in seinem Theaterstück, die Bandbreite einer zerrissenen Gesellschaft aufzuzeigen: die Unterdrücker und die Unterdrückten, aber auch die Reformer auf der einen und die Kollaborateure auf der anderen Seite. Aba und ihre Freundin Finette gehören zu den wenigen Überlebenden. Einzig ihnen ist es vorbehalten, am Ende des Stücks so etwas wie Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu formulieren, von der sie wissen, dass sie sie nicht mehr erleben werden. »Die Freiheit kommt zu spät«, meint zwar Aba. Doch Finette hält dagegen: »Freiheit kommt nie zu spät. Das gibt es nicht« – »Warum« – »Weil ich es nicht will. Weil ich hoffen will. Weil ich leben will.«
[Quelle: Pfalztheater]
Anstatt Deutschland im Spiel gegen Ghana anzufeuern, habe ich mir meine Zeit gestern Abend mit diesem Theaterstück vertrieben. Bestimmt nicht Jedermanns Sache, teilweise auch ziemlich herb und schonungslos, dennoch absolut empfehlenswert und schauspielerisch überzeugend vorgetragen vom Ensemble des Jungen Theaters. Mein Favorit war natürlich die liebe Lisa in der Rolle der Glasina, aber ohne sie wären wir ja auch nie auf die Idee gekommen, uns dieses Stück anzuschauen
Und zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen singen: Oh Aisa, Oh Mutter Afrika…
Genau einen Monat ist es her, dass ich zum letzten Mal gebloggt habe und da der Mensch – wenn er krank ist – ja sonst nichts zu tun hat, außer sämtliche Harry Potter Bände noch mal zu lesen und die ersten sieben Staffeln Scrubs zum 83. Mal zu schauen, kann man die Zeit auch für eine Zusammenfassung des letzten Monats verschwenden. Allerdings nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern ein wenig kategorisiert – Ich hoffe das hilft, dass ich nicht in unzusammenhängendes Geschwafel abschweife
Pfadfinder
Neben dem Pfingstlager in Bexbach, das ganz unter dem Motto „Die Palz steht!“ stand, waren da auch noch die Sternfahrt und der Rheinland-Pfalz Tag in Neustadt am letzten Wochenende. Alles in allem drei schöne und gelungene Aktionen, wobei die ein oder andere nicht nur Positives nach sich zog.
Vor allem aber die Sternfahrt und der Festumzug auf dem Rheinland-Pfalz Tag waren wirklich große Klasse und ich hatte eine Menge Spaß dabei bei Jannik zu Grillen, durchs halbe Saarland zu wandern und mit einigen VCPlern durch Neustadt zu schlendern, eine Milliarde mal „Die Lappen hoch“ und „Heute hier, morgen dort“ zu singen und noch ein Paar weitere lustige Dinge zu erleben.
Schule
In knapp 2 ½ Wochen ist das Schuljahr schon vorbei, in knapp einer Woche ist Notenschluss und ich kann es kaum glauben, dass die 11. jetzt wirklich fast vorbei ist. Man könnte fast ein wenig rührselig werden, aber Dinge wie ERST EINMAL KEINE KURSARBEITEN MEHR! überwiegen dann schlussendlich doch. Außerdem findet nächste Woche die erste Informationsveranstaltung für die Kursfahrten statt und da man an meiner Schule nicht zwangsläufig mit seinem Stammkurs fährt, sondern sich in Listen einschreiben kann, freu ich mich schon darauf, mit meinen Freunden zusammen irgendwo ’ne lustige Woche zu verbringen – am liebsten wäre mir übrigens Stockholm
Unterwegs
Neben der Lernerei für die Kursarbeiten (oder eher gesagt: der Zeit, in der ich so getan habe, als ob ich lernen würde) und sämtlichen Pfadfinderaktivitäten blieb gar nicht mehr so viel Zeit für andere Unternehmungen. Erwähnenswert sind an dieser Stelle vielleicht einige Geburtstage, da alle Menschen im Sommer Geburtstag haben, und der Besuch im Theater Überzwerg in Saarbrücken mit meinem DS-Kurs. Dort hatten wir uns schon im April vorgenommen, „Faust, ein Western“ anzusehen, allerdings fiel unsere Vorstellung dummerweise aus – Gretchen war krank. Allerdings wollten wir uns das Stück nicht entgehen lassen und wagten Ende Mai den zweiten Versuch und natürlich wurden wir nicht enttäuscht! Ein wirklich gutes Stück, welches positiv überrascht hat und bleibende Erinnerungen hinterließ, die nur ganz minimal von dem darauf folgenden Wolkenbruch und dem Gefühl, noch nie so durchnässt gewesen zu sein (in einem Fußgängertunnel stand das Wasser 10 cm tief und ich hatte offene Schuhe an), überschattet wurden.
Musik
Letztes Wochenende war ja Rheinland-Pfalz Tag, wie oben bereits erwähnt, und da ich mir im Vorfeld mal das Programm angesehen und festgestellt hatte, das dort Auletta (eine ziemlich unbekannte, meiner Meinung nach ganz feine Band aus Mainz) spielen sollte, ließ ich mir das natürlich nicht nehmen und machte mich Samstagabend auf den Weg nach Neustadt.
So 100 % begeistert wie bei dem Konzert im letzten November war ich allerdings nicht, obwohl die Musik mal wieder klasse war, denn dieses Konzert stand im krassen Gegensatz zur gemütlichen Atmosphäre im Cotton Club: Ein überfüllter Platz, viel zu viel Gedränge und ganz viele Menschen, die Auletta nur als notwendiges Übel ansahen, dass die Zeit totschlagen sollte, bis Culcha Candela am späteren Abend auftreten sollten.
Eben diese habe ich mir im Anschluss an Auletta auch noch angehört, und war richtig angetan: Meine Lieblingsband wird es zwar nie werden, aber die Bühnenshow und einige Lieder haben mich doch positiv überrascht. Im selben Atemzug sollte man aber auch erwähnen, dass ich noch nie auf einem Konzert mit so schrecklichem Ambiente war – es war noch voller und enger als zuvor bei Auletta, die Menschen feindseliger und vor allem aggressiver und die Veranstalter kurz davor, alles abzublasen. Naja, ganz nett war’s trotzdem
So und zum Schluss noch ein oder zwei Bilder für diejenigen, die diesen ziemlich langen Post einfach nur überflogen haben:
Die Türen öffnen sich, die Zuschauer strömen in die Aula hinein, erzählen, lachen, Lärm erfüllt den Raum. Wir stehen auf der Bühne mit dem Rücken zu ihnen, ich habe die Augen geschlossen, atme tief durch. Unter der verdammten weißen Maske fällt das Atmen so schwer, ich höre den Atem von den Leuten um mich herum und zwischendrin, in unerträglich lang gezogenen Abständen, den auf der Trommel geschlagenen Rhythmus, den Sera vorgibt.
Irgendwer kichert nervös. Meine Arme schmerzen, Körperspannung ist bescheuert. Endlich wird es ruhiger im Saal, alle haben einen Platz gefunden und den Blick zur Bühne gerichtet. Die Musik wird aufgedreht, die ersten Takte von “Electric City” ertönen, alle atmen noch ein letztes Mal tief durch, dann drehen wir uns geschlossen um…
Eine Stunde später ist alles vorbei, endlich können wir die Masken länger als fünf Minuten abziehen, alle sind ein wenig verschwitzt und glückstrunken. Unser Lehrer betritt als letztes den viel zu kleinen Raum, klopft jedem anerkennend auf die Schulter und wiederholt die Worte, die vorher schon so viele Male gefallen sind: “Es war der hammer, Leute!”
Ja, die erste Aufführung des Kurses DS 11 ist also Geschichte. Ich glaube wirklich, dass wir – gemessen an dem, was wir schon gelernt haben – echt verdammt gut waren! Und für all diejenigen, die nicht da waren (was leider dazu führt, dass ihr früher sterben werdet, weil euch dieses prägende Schlüsselerlebnis für immer verwehrt bleibt!), gibt es vielleicht irgendwann mal Fotos von dem, was in der Stunde zwischen Anfang und Ende passiert ist. Aber vorab erstmal dieses geniale Werk, welches leider vor der Aufführung aufgenommen wurde:







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