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Genau einen Monat ist es her, dass ich zum letzten Mal gebloggt habe und da der Mensch – wenn er krank ist – ja sonst nichts zu tun hat, außer sämtliche Harry Potter Bände noch mal zu lesen und die ersten sieben Staffeln Scrubs zum 83. Mal zu schauen, kann man die Zeit auch für eine Zusammenfassung des letzten Monats verschwenden. Allerdings nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern ein wenig kategorisiert – Ich hoffe das hilft, dass ich nicht in unzusammenhängendes Geschwafel abschweife ;)

Pfadfinder

Neben dem Pfingstlager in Bexbach, das ganz unter dem Motto „Die Palz steht!“ stand, waren da auch noch die Sternfahrt und der Rheinland-Pfalz Tag in Neustadt am letzten Wochenende. Alles in allem drei schöne und gelungene Aktionen, wobei die ein oder andere nicht nur Positives nach sich zog.
Vor allem aber die Sternfahrt und der Festumzug auf dem Rheinland-Pfalz Tag waren wirklich große Klasse und ich hatte eine Menge Spaß dabei bei Jannik zu Grillen, durchs halbe Saarland zu wandern und mit einigen VCPlern durch Neustadt zu schlendern, eine Milliarde mal „Die Lappen hoch“ und „Heute hier, morgen dort“ zu singen und noch ein Paar weitere lustige Dinge zu erleben.

Schule

In knapp 2 ½ Wochen ist das Schuljahr schon vorbei, in knapp einer Woche ist Notenschluss und ich kann es kaum glauben, dass die 11. jetzt wirklich fast vorbei ist. Man könnte fast ein wenig rührselig werden, aber Dinge wie ERST EINMAL KEINE KURSARBEITEN MEHR! überwiegen dann schlussendlich doch. Außerdem findet nächste Woche die erste Informationsveranstaltung für die Kursfahrten statt und da man an meiner Schule nicht zwangsläufig mit seinem Stammkurs fährt, sondern sich in Listen einschreiben kann, freu ich mich schon darauf, mit meinen Freunden zusammen irgendwo ’ne lustige Woche zu verbringen – am liebsten wäre mir übrigens Stockholm ;)

Unterwegs

Neben der Lernerei für die Kursarbeiten (oder eher gesagt: der Zeit, in der ich so getan habe, als ob ich lernen würde) und sämtlichen Pfadfinderaktivitäten blieb gar nicht mehr so viel Zeit für andere Unternehmungen. Erwähnenswert sind an dieser Stelle vielleicht einige Geburtstage, da alle Menschen im Sommer Geburtstag haben, und der Besuch im Theater Überzwerg in Saarbrücken mit meinem DS-Kurs. Dort hatten wir uns schon im April vorgenommen, „Faust, ein Western“ anzusehen, allerdings fiel unsere Vorstellung dummerweise aus – Gretchen war krank. Allerdings wollten wir uns das Stück nicht entgehen lassen und wagten Ende Mai den zweiten Versuch und natürlich wurden wir nicht enttäuscht! Ein wirklich gutes Stück, welches positiv überrascht hat und bleibende Erinnerungen hinterließ, die nur ganz minimal von dem darauf folgenden Wolkenbruch und dem Gefühl, noch nie so durchnässt gewesen zu sein (in einem Fußgängertunnel stand das Wasser 10 cm tief und ich hatte offene Schuhe an), überschattet wurden.

Musik

Letztes Wochenende war ja Rheinland-Pfalz Tag, wie oben bereits erwähnt, und da ich mir im Vorfeld mal das Programm angesehen und festgestellt hatte, das dort Auletta (eine ziemlich unbekannte, meiner Meinung nach ganz feine Band aus Mainz) spielen sollte, ließ ich mir das natürlich nicht nehmen und machte mich Samstagabend auf den Weg nach Neustadt.
So 100 % begeistert wie bei dem Konzert im letzten November war ich allerdings nicht, obwohl die Musik mal wieder klasse war, denn dieses Konzert stand im krassen Gegensatz zur gemütlichen Atmosphäre im Cotton Club: Ein überfüllter Platz, viel zu viel Gedränge und ganz viele Menschen, die Auletta nur als notwendiges Übel ansahen, dass die Zeit totschlagen sollte, bis Culcha Candela am späteren Abend auftreten sollten.
Eben diese habe ich mir im Anschluss an Auletta auch noch angehört, und war richtig angetan: Meine Lieblingsband wird es zwar nie werden, aber die Bühnenshow und einige Lieder haben mich doch positiv überrascht. Im selben Atemzug sollte man aber auch erwähnen, dass ich noch nie auf einem Konzert mit so schrecklichem Ambiente war – es war noch voller und enger als zuvor bei Auletta, die Menschen feindseliger und vor allem aggressiver und die Veranstalter kurz davor, alles abzublasen. Naja, ganz nett war’s trotzdem ;)

So und zum Schluss noch ein oder zwei Bilder für diejenigen, die diesen ziemlich langen Post einfach nur überflogen haben:




Die Türen öffnen sich, die Zuschauer strömen in die Aula hinein, erzählen, lachen, Lärm erfüllt den Raum. Wir stehen auf der Bühne mit dem Rücken zu ihnen, ich habe die Augen geschlossen, atme tief durch. Unter der verdammten weißen Maske fällt das Atmen so schwer, ich höre den Atem von den Leuten um mich herum und zwischendrin, in unerträglich lang gezogenen Abständen, den auf der Trommel geschlagenen Rhythmus, den Sera vorgibt.
Irgendwer kichert nervös. Meine Arme schmerzen, Körperspannung ist bescheuert. Endlich wird es ruhiger im Saal, alle haben einen Platz gefunden und den Blick zur Bühne gerichtet. Die Musik wird aufgedreht, die ersten Takte von “Electric City” ertönen, alle atmen noch ein letztes Mal tief durch, dann drehen wir uns geschlossen um…
Eine Stunde später ist alles vorbei, endlich können wir die Masken länger als fünf Minuten abziehen, alle sind ein wenig verschwitzt und glückstrunken. Unser Lehrer betritt als letztes den viel zu kleinen Raum, klopft jedem anerkennend auf die Schulter und wiederholt die Worte, die vorher schon so viele Male gefallen sind: “Es war der hammer, Leute!”

Ja, die erste Aufführung des Kurses DS 11 ist also Geschichte. Ich glaube wirklich, dass wir – gemessen an dem, was wir schon gelernt haben – echt verdammt gut waren! Und für all diejenigen, die nicht da waren (was leider dazu führt, dass ihr früher sterben werdet, weil euch dieses prägende Schlüsselerlebnis für immer verwehrt bleibt!), gibt es vielleicht irgendwann mal Fotos von dem, was in der Stunde zwischen Anfang und Ende passiert ist. Aber vorab erstmal dieses geniale Werk, welches leider vor der Aufführung aufgenommen wurde:

Der DS-Kurs 11 lädt ein. Und es wird sicherlich ganz toll, erstens haben wir  hart dafür gearbeitet und zweitens sagt mir das mein rechter großer Zeh – und der hat immer Recht!
Mehr bleibt mir nicht zu sagen, außer: KOMMT VORBEI!

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