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Mittwoch, der 30. Juni 2010:

08:00 h – Erste Stunde (Darstellendes Spiel): Eisessen
08:45  h – Zweite Stunde (Französisch): Film schauen
09:30  h – Pause
09:45  h – Dritte Stunde (Französisch): Weiter geht’s mit dem Film
10:30  h – Vierte Stunde (Englisch):  Eis essen (Alternative: Kreuzworträtsel)
11:15 h – Pause
11:30 h  – Fünfte Stunde (Biologie): Film schauen
11:39 h  – Durchsage: Hitzefrei ab 12:15 h
11:43 h – Enttäuschung im Biologiesaal, Hitzefrei gilt nicht für die Oberstufe
11:54 h – Beschließen nicht in den Nachmittagsunterricht zu gehen
12:15 h – Sechste Stunde (Biologie): Eisessen
12:50 h – Inoffizielles Stundenende

An diesem Beispiel eines Schultages in der letzten Schulwoche zeigt sich deutlich, dass es gar keinen Sinn mehr macht nach Notenschluss noch in die Schule zu gehen…
Übrigens: Eigentlich wollte ich hier den Ablauf des ganzen Tages veröffentlichen, aber das hätte sämtliche Rahmen gesprengt, denn an dem Tag fand auch noch die lustige Sara-Suche am Rathaus statt, außerdem war ich beim Friseur und wir hatten den Materialrichtetermin für das Landeswölflingslager.  Außerdem war  abends noch die “Spielzeit”-Aufführung von “Zusammen ist es eins – die Legende von Cosmo und Chaos”, bei der ich im Getränkeausschank half.

Die Türen öffnen sich, die Zuschauer strömen in die Aula hinein, erzählen, lachen, Lärm erfüllt den Raum. Wir stehen auf der Bühne mit dem Rücken zu ihnen, ich habe die Augen geschlossen, atme tief durch. Unter der verdammten weißen Maske fällt das Atmen so schwer, ich höre den Atem von den Leuten um mich herum und zwischendrin, in unerträglich lang gezogenen Abständen, den auf der Trommel geschlagenen Rhythmus, den Sera vorgibt.
Irgendwer kichert nervös. Meine Arme schmerzen, Körperspannung ist bescheuert. Endlich wird es ruhiger im Saal, alle haben einen Platz gefunden und den Blick zur Bühne gerichtet. Die Musik wird aufgedreht, die ersten Takte von “Electric City” ertönen, alle atmen noch ein letztes Mal tief durch, dann drehen wir uns geschlossen um…
Eine Stunde später ist alles vorbei, endlich können wir die Masken länger als fünf Minuten abziehen, alle sind ein wenig verschwitzt und glückstrunken. Unser Lehrer betritt als letztes den viel zu kleinen Raum, klopft jedem anerkennend auf die Schulter und wiederholt die Worte, die vorher schon so viele Male gefallen sind: “Es war der hammer, Leute!”

Ja, die erste Aufführung des Kurses DS 11 ist also Geschichte. Ich glaube wirklich, dass wir – gemessen an dem, was wir schon gelernt haben – echt verdammt gut waren! Und für all diejenigen, die nicht da waren (was leider dazu führt, dass ihr früher sterben werdet, weil euch dieses prägende Schlüsselerlebnis für immer verwehrt bleibt!), gibt es vielleicht irgendwann mal Fotos von dem, was in der Stunde zwischen Anfang und Ende passiert ist. Aber vorab erstmal dieses geniale Werk, welches leider vor der Aufführung aufgenommen wurde:

Der DS-Kurs 11 lädt ein. Und es wird sicherlich ganz toll, erstens haben wir  hart dafür gearbeitet und zweitens sagt mir das mein rechter großer Zeh – und der hat immer Recht!
Mehr bleibt mir nicht zu sagen, außer: KOMMT VORBEI!

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