Ich bin eine echte Piratenbraut!


Oder zumindest war ich das in der ersten Woche der Herbstferien, für diese Zeit war nämlich das wunderschöne Segelboot Westenwind mein Zuhause. An Bord dieser netten alten Dame (sie erblickte 1910 das Licht der Welt) schipperten wir über das wunderschöne IJsselmeer, machten einen kleinen Abstecher ins Wattenmeer und waren den anderen Booten das Landesverbandes, die insgesamt etwa 200 Pfadfinder beherbergten,  stets ein tolles Erlebnis voraus, denn wer außer uns ist schon aus der Schleuse heraus- oder in den Hafen hineingesegelt?


Während der ersten zwei Tage genoss ich nicht nur den Wind in den Haaren, sondern auch strahlenden Sonnenschein und auch danach, trotz der Kälte und den dicken Nebelschwaden, welche die anderen Boote verschwinden ließen, ließen wir uns es nicht nehmen, an Bord den “Fluch der Karibik”-Soundtrack zu hören und die Stunden auf See voll auszukosten.
Aber nicht, dass ich die Zeit nur damit verbracht hätte zu faulenzen und vorne im Netz herumzuliegen, in der Kombüse zu schuften oder auf dem Hinterdeck mit dem tollsten Skipper und dem tollsten Maat, den man sich nur vorstellen kann, herumzualbern – nein, es war auch immernoch genug Zeit allerhand Wissenswertes über das IJsselmeer und die Seefahrerei an sich herauszufinden. Und ich muss leider zugeben, vor dem Segeltörn auf diesem Gebiet ein echter Laie gewesen zu sein… aber das triste Dasein als Unwissende hat nun ein Ende gefunden!
Und wenn man schon einmal weiß wie’s geht, sollte man diese Kenntnisse direkt im nächsten Jahr noch einmal auffrischen – ich wäre schwer dafür!

(Das Zitat aus meiner Überschrift stammt übrigens aus einem Lied von Reinhard Mey.)