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Als Stadtkind bin ich generell eine Vertreterin der Theorie, dass in der Stadt wohnen die coolste Art zu Leben ist. Und das Leben am Stadtrand, jedoch nur zehn Minuten vom Zentrum entfernt, hat auch einen riesigen Vorteil, nämlich die Tatsachen, dass auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und gleichzeitig mobil sein, sich nicht widersprechen.
Allerdings gibt es auch einige Zeiten im Jahr, an denen ich den Viertelstundentakt des Busses und die Bushaltestelle direkt vor der Haustür gerne gegen das Leben in irgendeinem Kaff irgendwo am Ende der Welt eintauschen möchten, nämlich
1. wenn die öffentlichen Verkehrsmittel streiken
oder
2. wenn es stürmt und schneit.
Und heute Morgen ereignete sich dann tatsächlich etwas noch nie Dagewesenes in meiner bisherigen gymnasialen Laufbahn:
Ich stand pünktlich um halb 8 vor der Haustür und wartete auf den Bus, um die 8-minütige (bei morgendlichem Verkehr meistens jedoch 15-minütige) Reise in die Stadt anzutreten, welche dann aber aufgrund der spiegelglatten Fahrbahn eine geschlagene halbe Stunde dauerte. Hinzu kommt auch noch, dass der Bus stolze 10 Minuten (was, wenn man bedenkt, dass er alle 15 Minuten fährt, doch beachtlich ist) Verspätung hatte, also war ich erst gegen 10 nach Acht in der Schule.
Und endlich erlebte ich den Augenblick, auf den ich schon seit über sieben Jahren und genau so vielen Wintern wartete: Ich betrat zu spät den Saal, in dem mein Mathekurs schon saß, und sagte: “Entschuldigen Sie die Verspätung, aber mein Bus hatte ein paar Probleme!”
Da habt ihr es, alle die irgendwo am Ende der Welt wohnen, als Stadtkind kann man das auch!
Die Überschrift sagt eigentlich schon alles, denn um viel mehr als Popcorn und wie toll es ist wird es sich heute nicht drehen!
Aber um vorne anzufangen: Nichts schmeckt besser, als das heimlich im Unterricht gegessene Pausenbrot. Das war schon immer so! Echt, im Unterricht schmeckt alles nach 5-Sterne-Restaurant und so gut, wie noch nie im Leben – vielleicht liegt es daran, dass alles mit einem Hauch des Verbotenen gewürzt ist, wer weiß.
So und nicht anders ist es natürlich auch bei Popcorn! Ich mag Popcorn sowieso in jeder erdenklicken Geschmacksrichtung (Süß, salzig und salzig mit Butter. Das wären die drei Sorten, die mir spontan einfallen) und sowieso immer – aber im Unterricht schmeckt es tausend Mal besser! Auch wenn es schon vom Vorabend und sogar aus dem Ausland Saarland war; köstlich war es trotz alledem!
Und als unsere Lehrerin die riesige rote Popcorntüte entdeckte (dafür, dass wir in der ersten Reihe sitzen, dauerte es erstaunlich lange!), fiel ihr auch nichts ein, was sie dazu sagen sollte. Aber selbst einmal probieren wollte sie auch nicht – Pech gehabt!
Also, was soll ich sonst noch sagen? Popcorntage sind toll!
Kaum geht die Schule wieder so richtig los, hat man auch schon wieder weniger Zeit zum Bloggen. Oder man erlebt einfach weniger. Egal wie man’s nimmt, diese Woche reicht es bis jetzt nur für eine Zusammenfassung:
- Am Dienstag war die erste Meutenstunde in diesem Jahr, jippie! Und es ist etwas passiert, dass ich vorher bei unserer quietschlebendigen, vor Energie platzenden und immer quatschenden Rasselbande noch nie erlebt habe: Als die Meutenstunde anfing, saßen alle brav auf ihrem Stuhl im Stuhlkreis – und es war kein Laut zu hören! Man kann es sich wahrscheinlich denken, ich war echt platt.
- Am Mittwoch vor Englisch hatten wir ein sehr interessantes Gespräch über Diäten, in dem ich gelernt hab, dass gesunde Ernährung und McDonalds sich nicht unbedingt widersprechen müssen – Vielleicht nicht ganz meine Philosophie, aber immerhin hat’s zur allgemeinen Erheiterung beigetragen.
- Ich hasse es in den Pausen auf dem Schulhof zu sein, wenn Schnee liegt! Ist es denn normal, dass man in der Schule um sein Leben bangen muss, sich als Gruppe unter einem Haufen Ordnern zusammenkauert und darauf wartet, dass es endlich zum Pausenende klingelt? Und dann muss man auch noch zwischen den beiden Lagern, die sich gegenseitig bekämpfen (Anmerkung: Die aus den unteren Stufen sind im Vergleich zur Oberstufe harmlos, grrr!) hindurch rennen, um sicher und wohlbehütet ins warme Schulhaus kommen zu können!
- Und wenn wir schon bei dem Thema Schnee sind: Es gibt nichts widerlicheres als grauen Schneematsch am Straßenrand, bäääh!
- Heute war Notenschluss! Interessiert zwar sowieso niemanden -schon gar nicht die Lehrer-, aber es musste einfach mal erwähnt werden.
Das ist der Titel der diesjährigen Fiddler’s Green-Tour, die gestern Abend in der schönen Kammgarn ihren Auftakt hatte – und natürlich waren wir mit von der Partie, jippieyeah!
Was soll ich groß dazu sagen? Man nehme mehr als zwei Hände voll Pfadfinder, stelle sie mitten ins Publikum und lasse sie zwei Stunden lang zu Speedfolk feiern, dann kann man sich in etwa vorstellen wie es war. Die Zeit verging wie im Fluge, wir waren mittendrin statt nur dabei (und ich konnte meine Zuneingung zum Wall of Folk entdecken), haben unsere Sprunggelenke ein wenig strapaziert, waren schweißgebadet und sehr glücklich. Außerdem haben wir den LV-internen Pogo eingeführt, was ja auch eine Erwähnung wert ist!
Viel zu schnell war’s dann auch schon vorbei und unsere letzte Chance zu rebellieren (“Wir gehen erst, wenn sie “Shut up and dance” gespielt haben!”) mit der letzten Zugabe vertan, unsere durstigen Kehlen und die Preise in der Kammgarn brachten uns aber dazu, noch spontan in die Altstadt zu pilgern. Nachdem wir ein schönes Plätzchen gefunden hatte, verbrachten wir noch eine Weile mit Bier Cola trinken und gemütlichem Beisammensein mit mehr oder weniger sinnvollen Gesprächen, so wie sich das nach einem guten eben Konzert gehört.
Die Heimfahrt wurde dann allerdings auch noch einmal ein Erlebnis für sich: Für die (wie Google-Maps mir verrät) knapp 9 km zu Tim’s Zuhause brauchten wir eine schlappe Halbestunde, dank Schneewehen, total zugeschneiter Fahrbahn und blöder Kurven. Naja, lustig war’s trotzdem
Und wer noch mehr wissen will, kann ja bei Sara oder Chef nachfragen.
Also normal sind hochtrabende Vergleiche wie der obige nicht mein Ding, allerdings weiß ich nicht wie ich mein heutiges Erlebnis beschreiben sollte, denn schließlich habe ich den Ort meiner Träume entdeckt!
Und dieser Ort ist ein Laden voller bunter, wunderschöner Taschen (alle weiblichen Leser werden mich durchaus verstehen)! Als ich mitten in dieser göttlichen Pracht stand – und mich natürlich nicht für eine Tasche entscheiden konnte – fühlte ich mich tatsächlich wie im Himmel, da war sogar mein wundervolles Erlebnis mit dem Schmuckladen in Heidelberg vergessen (Und das will was heißen. Oh, da fällt mir gerade ein: Da könnte ich ja bei Gelegenheit auch mal wieder hingehen…).
Ich weiß jetzt, wo ich in Zukunft öfters mal meine freien Nachmittage verbringen werde!
So, das neue Jahr ist jetzt auch schon wieder stolze drei Tage alt und zum Schlafen bin ich 2010 noch nicht all zu viel gekommen. Das könnte vielleicht an den zahlreichen – aber äußerst wichtigen! – abendlichen Unternehmungen liegen.
Ihren Beginn findet die Schlaflosigkeit im Jahreswechsel. Dieser musste natürlich stilecht gefeiert werden und zwar mit allem, was dazu gehört: Cocktails, Bleigießen, sehr sinnvollen Gesprächen, gutem Essen, rumblödeln, ein wenig durch die Gegend tanzen, knallern, einem sehr netten und amüsanten Spiel, das sich Circle nennt und natürlich mit wenig Schlaf. Und als wir am Nachmittag frühen Morgen auf der Couch saßen und frühstückten (Mohrenkopfcreme mit Himbeeren, eigentlich für den vergangenen Abend gedacht), kam uns die Idee, dass man das neue Jahr am besten mit einem abendlichen Besuch in der Stadt einleiten könnte.
Gesagt, getan. Den Abend gingen wir dann aber ein wenig gemütlicher an, die vergangene Nacht steckte doch ein wenig in den Knochen (von 10 Leuten hatten es gerade einmal 5 geschafft zu kommen, der Rest befand sich zu dem Zeitpunkt schon in einem koma-ähnlichen Schlafzustand). Trotzdem wurde es eine sehr hübsche, kleine Tour durch die Altstadt, die echt viel Spaß machte und die es definitiv wert wäre, wiederholt zu werden!
Und gestern waren wir dann bei Andreas, seinen Geburtstag feiern. Und wir waren schon so früh daheim, dass wir unmöglich ins Bett gehen konnten, vorallem in den Ferien geht sowas doch nicht! Nach einigen Folgen Dr. House war es dann auch schon wieder so spät, dass der Morgen in greifbarer Ferne war.
So, und jetzt fall ich ins Bett. Ewig kann der Beginn eines neuen Jahres auch nicht gefeiert werden!



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