Ich bin eine echte Piratenbraut!


Oder zumindest war ich das in der ersten Woche der Herbstferien, für diese Zeit war nämlich das wunderschöne Segelboot Westenwind mein Zuhause. An Bord dieser netten alten Dame (sie erblickte 1910 das Licht der Welt) schipperten wir über das wunderschöne IJsselmeer, machten einen kleinen Abstecher ins Wattenmeer und waren den anderen Booten das Landesverbandes, die insgesamt etwa 200 Pfadfinder beherbergten,  stets ein tolles Erlebnis voraus, denn wer außer uns ist schon aus der Schleuse heraus- oder in den Hafen hineingesegelt?


Während der ersten zwei Tage genoss ich nicht nur den Wind in den Haaren, sondern auch strahlenden Sonnenschein und auch danach, trotz der Kälte und den dicken Nebelschwaden, welche die anderen Boote verschwinden ließen, ließen wir uns es nicht nehmen, an Bord den “Fluch der Karibik”-Soundtrack zu hören und die Stunden auf See voll auszukosten.
Aber nicht, dass ich die Zeit nur damit verbracht hätte zu faulenzen und vorne im Netz herumzuliegen, in der Kombüse zu schuften oder auf dem Hinterdeck mit dem tollsten Skipper und dem tollsten Maat, den man sich nur vorstellen kann, herumzualbern – nein, es war auch immernoch genug Zeit allerhand Wissenswertes über das IJsselmeer und die Seefahrerei an sich herauszufinden. Und ich muss leider zugeben, vor dem Segeltörn auf diesem Gebiet ein echter Laie gewesen zu sein… aber das triste Dasein als Unwissende hat nun ein Ende gefunden!
Und wenn man schon einmal weiß wie’s geht, sollte man diese Kenntnisse direkt im nächsten Jahr noch einmal auffrischen – ich wäre schwer dafür!

(Das Zitat aus meiner Überschrift stammt übrigens aus einem Lied von Reinhard Mey.)

So viel zum Thema regelmäßiges Bloggen, denn diesen guten Vorsatz hatte ich immerhin ganze zwei Posts durchgehalten, also etwa genauso lange wie meine guten Vorsätze für das neue Jahr (Das mit den Vorsätzen habe ich aber allerspätestens jetzt aufgegeben, funktioniert nämlich immer super. Nicht.).

Und für all diejenigen, die sich wirklich dafür interessieren, was ich in den letzten sechs Wochen seit meinem letzten Post gemacht habe, versuche ich dies hier möglichst in einer chronologischen Zusammenfassung kurz wiederzugeben:  Schulfest, Singetreffen, Volljährig werden, Volljährig sein, Wurstmarktsingen, Volljährigkeit feiern, Marc-Uwe Kling in Ludwigshafen, Trifels, Segeltörn, den Rest meiner Ferien auch nicht zu Hause sein, Meutenabend, Kindermuseum, Erntedanktanz. Wenn man sich jetzt zwischendrin ab und zu noch das Wort Schule denkt, dann weiß man ziemlich genau was ich alles erlebt habe, ich würde es nicht all zu spektakulär nennen.
Aber das Schöne daran ist: Das erwartet ja auch keiner.

Passend zum “Neuanfang” oder vielmehr zum Ende der Sommerpause gibt es auch ein neues Layout. Nein, nicht selbst gemacht, denn ich weiß nicht einmal wie das funktioniert – meine Begabungen liegen halt definitiv in anderen Bereichen.
Aber immerhin habe ich es geschafft, das Bild im Header zu ändern und gegen eines aus meiner privaten Sammlung einzutauschen. Darauf zu sehen sind Jacky (rechts) und ich an einem See in Jyväskylä während der Bundesfahrt 2008 nach Finnland.

Und direkt nachdem ich diesen Eintrag gepostet habe, werde ich mir eine weitere Tasse Erkältungstee einschenken und mich wieder in meinem Bett verkriechen, denn die Grippewelle hat auch mich erwischt. Hatschi!

Wenn es jetzt noch warm wäre, würde ich einfach behaupten, mein Blog und ich hätten eine Sommerpause eingelegt. Da es aber alles andere als spätsommerlich warm ist (Momentan 18,7° C laut Thermometer) und man eigentlich schon seit einigen Wochen nicht mehr wirklich vom Sommer sprechen will, wäre das also glatt gelogen. Nennen wir es doch stattdessen einfach „Kreative Pause während der Sommerferien, die keine Sommerferien waren, und der ersten drei Schulwochen des neuen Schuljahres“, was man jedoch keinesfalls mit Unlust in Verbindung bringen sollte, sondern mit akutem Zeitmangel. Aber „Pause aus Zeitmangel“ klingt irgendwie so unspektakulär…
Na ja, egal wie man es nun nennen mag, eins steht fest: Mein Blog und ich sind aus den Ferien zurück. Die ersten neuen Einträge folgen bald!

Derzeit (Oktober 2009) werden nach dem “Jelly Belly Official 50 Flavours Guide”, zumindest in den USA, folgende Geschmacksrichtungen angeboten:
Cremesoda, Rootbeer, Dreibeeren, Blaubeere, Kaugummi, Butter-Popcorn, Milchkaffee, Melone, Cappuccino, Karamel-Apfel, Karamel-Popcorn, Schokoladenpudding, Zimt, Kokosnuss, Zuckerwatte, Ananas, Kirsch-Cola, Vanille, Traube, Grüner Apfel, Inselpunch, Jalapeño, Saftige Birne, Kiwi, Zitrone, Zitronendrops, Limone, Lakritze, Mango, Margarita, Orange, Orangensorbet, Pfirsich, Erdnussbutter, Piña Colada, Rosa Pampelmuse, Pflaume, Himbeere, Roter Apfel, Glühzimt, Erdbeer-Käsekuchen, Erdbeer-Daiquiri, Erdbeermarmelade, Mandarine, Geröstete Marshmallow, Banane,
Tutti-Frutti, Kirsche, Wassermelone, Brombeere.
[Quelle: Wikipedia]

Ein guter Rat für alle, die das jemals lesen sollte: “Buttered Popcorn”-, “Roasted Marshmallow”- und “Root Beer”- Jelly Beans sind unter keinen Umständen empfehlenswert und sollten besser und auf jeden Fall gemieden werden! Außerdem schmecken “Blue Hawaiian”-Jelly Beans so wie Shampoo riecht. Leckerschmecker!
Diese weise Erkenntnis kam mir gestern während einem Stückchen Mango-Pfeffer-Schokolade von Lindt, Ingwersaft und etwa 2000 Jelly Beans und natürlich wollte ich sie niemandem vorenthalten.

Ich wollte schon immer einmal ein öffentliches Verkehrsmittel in eine Sauna umfunktionieren, oh ja. Hätte bei den gestrigen Temperaturen in der Regionalbahn und sogar in der S-Bahn (und die hat angeblich eine Klimaanlage!) auch keinem mehr geschadet.
Und wie der kleine Junge im Bus beim Anblick des an den Fenstern herunterlaufenden Klimaanlagenkühlwassers (ich vermute zumindest, dass es das war. Oder kleine Kinder mit Wasserspritzpistolen) so schön und vollkommen ernst gemeint sagte: “Guck mal Mama, sogar der Bus schwitzt!”
Mehr braucht man dazu ja nicht sagen.

Mittwoch, der 30. Juni 2010:

08:00 h – Erste Stunde (Darstellendes Spiel): Eisessen
08:45  h – Zweite Stunde (Französisch): Film schauen
09:30  h – Pause
09:45  h – Dritte Stunde (Französisch): Weiter geht’s mit dem Film
10:30  h – Vierte Stunde (Englisch):  Eis essen (Alternative: Kreuzworträtsel)
11:15 h – Pause
11:30 h  – Fünfte Stunde (Biologie): Film schauen
11:39 h  – Durchsage: Hitzefrei ab 12:15 h
11:43 h – Enttäuschung im Biologiesaal, Hitzefrei gilt nicht für die Oberstufe
11:54 h – Beschließen nicht in den Nachmittagsunterricht zu gehen
12:15 h – Sechste Stunde (Biologie): Eisessen
12:50 h – Inoffizielles Stundenende

An diesem Beispiel eines Schultages in der letzten Schulwoche zeigt sich deutlich, dass es gar keinen Sinn mehr macht nach Notenschluss noch in die Schule zu gehen…
Übrigens: Eigentlich wollte ich hier den Ablauf des ganzen Tages veröffentlichen, aber das hätte sämtliche Rahmen gesprengt, denn an dem Tag fand auch noch die lustige Sara-Suche am Rathaus statt, außerdem war ich beim Friseur und wir hatten den Materialrichtetermin für das Landeswölflingslager.  Außerdem war  abends noch die “Spielzeit”-Aufführung von “Zusammen ist es eins – die Legende von Cosmo und Chaos”, bei der ich im Getränkeausschank half.

Westafrika, in den Hochzeiten des Kolonialismus. Das Geschwisterpaar Kodjo und Aba wird vom Vater an Sklavenhändler der Westindischen Handelscompanie WIC verkauft und anschließend per Schiff ins südamerikanische Surinam verschleppt: Kodjo gerät in die Hände des brutalen Plantagenbesitzers Soesman, Aba zunächst in den Haushalt des liberal gesinnten WIC-Angestellten Huydecooper und seiner Frau, später unter die Fuchtel der ebenso biestigen wie abergläubischen Missi Papot. Zunächst gilt es für beide vorrangig, in dem System der Unterdrückung zu überleben, doch im Laufe der Zeit keimt in ihnen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. [...] Doch ein Happy End wird es nicht geben, zu sehr sind alle Beteiligten in das menschenverschlingende System der Sklaverei verstrickt.

Ad de Bont gelingt es in seinem Theaterstück, die Bandbreite einer zerrissenen Gesellschaft aufzuzeigen: die Unterdrücker und die Unterdrückten, aber auch die Reformer auf der einen und die Kollaborateure auf der anderen Seite. Aba und ihre Freundin Finette gehören zu den wenigen Überlebenden. Einzig ihnen ist es vorbehalten, am Ende des Stücks so etwas wie Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu formulieren, von der sie wissen, dass sie sie nicht mehr erleben werden. »Die Freiheit kommt zu spät«, meint zwar Aba. Doch Finette hält dagegen: »Freiheit kommt nie zu spät. Das gibt es nicht« – »Warum« – »Weil ich es nicht will. Weil ich hoffen will. Weil ich leben will.«
[Quelle: Pfalztheater]

Anstatt Deutschland im Spiel gegen Ghana anzufeuern, habe ich mir meine Zeit gestern Abend mit diesem Theaterstück vertrieben. Bestimmt nicht Jedermanns Sache, teilweise auch ziemlich herb und schonungslos, dennoch absolut empfehlenswert und schauspielerisch überzeugend vorgetragen vom Ensemble des Jungen Theaters. Mein Favorit war natürlich die liebe Lisa in der Rolle der Glasina, aber ohne sie wären wir ja auch nie auf die Idee gekommen, uns dieses Stück anzuschauen ;) Und zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen singen: Oh Aisa, Oh Mutter Afrika…

Natürlich spreche ich von dem WM-Spiel Deutschland gegen Serbien. Wer tut das nicht? In den vergangenen Tagen habe ich mir einige Analysen angehört und spätestens nach dem dritten Mal dachte ich mir: “Das hab ich schonmal gehört…” Ich will an dieser Stelle auch nichts mehr zu dem Spiel sagen (wer es nicht gesehen hat, wird zwangsläufig schon davon gehört haben), sondern stattdessen eine meiner neusten Entdeckungen präsentieren. Mag dem ein oder anderen vielleicht schon bekannt sein, ist aber immer wieder schön zu hören – auch wenn die typischen Stammtisch-Argumente vorkommen ;)

Durch dieses Plakat darauf aufmerksam gemacht, habe ich mir vor einigen Wochen zum ersten Mal konkrete Gedanken zum Thema Organspende erlaubt. Schnell hatte ich im Internet ein wenig recherchiert und mir auch eine klare Meinung zu diesem Thema bilden können, nämlich: Ich bin pro!
Und als wir dann am letzten Sonntag beim Bummeln auf dem Rheinland-Pfalz Tag einen Stand zum Thema Organspende sahen, kam eines zum Anderen und nun gibt es vier weitere potenzielle Organspender.
Bis jetzt bin ich damit auf geteilte Meinungen gestoßen. Zwar finden fast alle Organspenden “irgendwie gut”, aber einen Ausweis ausfüllen will dann irgendwie doch keiner. Schließlich sind wir noch jung und so, außerdem hat das ja auch noch Zeit. Außerdem liegt die Assoziation von Sterben und Tod mit dem Thema Organspende relativ nah, und darüber mag ja auch kein Mensch nachdenken.
Ich muss sagen, mir fiel das Ausfüllen dann doch ziemlich leicht, denn was soll ich irgendwann mal noch mit meinen Organen?

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